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Google Sketchup
Google Sketchup zeichnet sich durch eine leicht zu erlernende und intuitiv zu bedienende Benutzeroberfläche aus. Das Konzept dahinter - wenige leistungsstarke Befehle, die leicht zu erlernen sind statt einer unüberschaubaren und abschreckenden Vielfalt an Befehlen, die nach langer Einarbeitungszeit beherrscht werden können.
Im Gegensatz zu herkömmlichen 3D-Modellierungsprogrammen arbeitet man in Sketchup von Anfang an in einer perspektivischen Darstellung und hat so eine direkte visuelle Kontrolle des Entwurfs. Die einfache Bedienung ermöglicht die Konzentration auf den Entwurf, sodass dieses Werkzeug eine echte Alternative zu Papier und Bleistift darstellt.
Mit der Zeit entpuppt sich Sketchup als extrem leistungsstarkes und leicht zu bedienenendes Tool, dessen Funktionalität durch frei downloadbare Plugin fast beliebig erweiterbar ist.
Die sog. "Google Galerie" - eine online 3D-Modell-Datenbank im Sketchup-Format - erweitert Sketchup um eine schier unerschöpfliche Menge an detaillierten 3D-Modellen.
Materialien lassen sich auf einfachste Weise auf Oberflächen quasi "aufziehen" - ohne langwieriges anpassen der Mapping-Parameter oder Bildskalierung.
Fazit - ein Tool, an dem eigentlich kein Weg mehr vorbei führt und von dem zu erwarten ist, dass es sich in ähnlicher Weise etabliert, wie Fotoshop.

Generative Components
Nicht das Ergebnis des 3D-Konstruktionsprozesses steht im Mittelpunkt des generativen Entwerfens mit GenerativeComponents, sondern der Konstruktionsprozess selbst. Durch die Kombination leicht veränderter
Operationen ist eine praktisch unbeschränkte Formen- und Konstruktionsvielfalt möglich. Änderungen bei einer Systemkomponente führen automatisch zu Änderungen bei allen, mit ihr verknüpften Komponenten. Varianten, auch sehr komplexer Geometrien, lassen sich dadurch in relativ kurzer Zeit generieren, bewerten, verwerfen oder weiterentwickeln, bis man schließlich der optimalen Lösung nahe kommt.
Die größte Herausforderung für Architekten ist aber sicherlich die Entwicklung neuer Formen, die mit konventionellen Mitteln wie dem Modellbau oder auch der konventionellen 3D-CAD-Konstruktion nicht oder nur eingeschränkt realisierbar wären. Nicht nur der Gestaltungs- und Konstruktionsprozess, auch der Entscheidungsprozess lässt sich rationalisieren und beschleunigen, denn Gestaltung, Konstruktion und Präsentation ist mit demselben Programm möglich, was die visuelle Kommunikation mit Bauherren und Investoren erheblich vereinfacht. Ergänzend lassen sich jederzeit reale 3D-Modelle mit Hilfe von 3D-Druckern ausgeben, die Laien komplexe räumliche Zusammenhänge noch anschaulicher vermitteln können.
Auch die Kooperation des „kreativen Architekten“ mit dem „rechnenden Ingenieur“ wird auf eine neue Basis gestellt, denn sowohl die Form als auch die Tragstruktur lassen sich parallel, teilweise sogar mit dem selben Programm, gestalten und optimieren.


