Nie war das Thema Nachhaltigkeit in der öffentlichen Diskussion so präsent wie momentan. Das bedeutet nicht, dass es sich um ein neues Thema handelt. Schon vor 30 Jahren wurden die Folgen nicht nachhaltigen Wirtschaftens in dem vielbeachteten Buch: "The Limits to Growth" (deutsche Ausgabe: Die Grenzen des Wachtums), beschrieben und vor einer Überlastung unseres Planeten gewarnt. Seitdem hat sich einiges getan:
Deutschland gilt als Vorreiter weltweit in der Entwicklung neue nachhaltiger Technologien und dem Einsatz regenerativer Energien. Durch die Einführung der Energieeinsparverordnung konnte der CO2-Ausstoß enorm verringert werden. In der Klimaschutz Rangliste 2008 des Climate Action Network, nimmt Deutschland weltweit den zweiten Platz ein und muss sich nur dem bevölkerungsarmen Schweden geschlagen geben.
Dennoch reicht das bisher Erreichte nicht aus, um auf ein nachhaltiges Niveau zu gelangen, in dem sich die Ressourcenentnahme und die natürliche Regenerationsfähigkeit der Erde im Gleichgewicht befinden. Die Weltwirtschaft hat bereits in den 80er Jahren dieses Niveau überschritten und zehrt seitdem von endlichen Ressourcen auf einer endlichen Welt.
Architekten nehmen innerhalb dieses Prozesses eine wichtige Stellung ein. Rund 20% des Gesamtenergieverbrauchs werden in Gebäuden umgesetzt. Architekten entscheiden jeden Tag durch Entwurf, Materialwahl, technische Ausstattung, usw., über das Maß der Nachhaltigkeit ihrer Gebäude.
Das Online-Portal archi-europe.com hat zum Thema Ökologie und Nachhaltigkeit in der zeitgenössischen Architektur einen Film realisiert, in dem renommierte Architekten aus aller Welt zu diesem Thema befragt und entsprechende Projekte kunstvoll in Szene gesetzt wurden. Der Film wurde auf der Bau 2009 zum ersten Mal in Deutschland gezeigt. Weitere Informationen:


